Entscheidungen treffen und vertreten


Entscheidungen werden immer auf der
Grundlage beschränkter Informationen getroffen.

Daher können sie sich im Nachhinein als falsch herausstellen.

Entscheidungen bilden zwar nicht das einzige, wohl aber ein zentrales Aufgabenfeld einer mit der Leitung einer Organisationseinheit betrauten Person, eben "the task which makes or breaks the manager". Alleine oder unter Beteiligung anderer sind operative wie strategische Entscheidungen herbeizuführen, diese nach unten oder oben zu vertreten und die Umsetzung in die Praxis sicher- zustellen. Eine getroffene Entscheidung zu verantworten, impliziert, mit dem Risiko und einer Restun- sicherheit zu leben, dass diese sich im Nachhinein als problematisch oder unzureichend herausstellen könnte.
Führungskräfte sollten unabhängig von speziellen themenbezogenen Tools (z. B. für Finanz- oder Investitionsentscheidungen) über einige grundlegende Skills im Umgang mit sicheren und unsicheren Entscheidungsalternativen verfügen. Die Kenntnis klassischer psychologischer Fallen und Fehleinschät- zungen kann helfen, trotz Zeitdruck Intuition (Bauchgefühl) und rationale Entscheidungsmethodik sinnvoll zu kombinieren. Darüber hinaus gilt es, diese Fehlerquellen im Kollegenkreis angemessen zu thematisieren und ggf. auch unliebsame Entscheidungen gegenüber Mitarbeitern zu begründen und durchzusetzen.
Erschwerend kommt für zahlreiche Unternehmenspraktiker hinzu, dass die Entscheidungsthematik in der Ausbildung und in Qualifizierungsmaßnahmen häufig vernachlässigt wurde. Genau hier möchte dieses Führungskräfteseminar Unterstützung leisten.
Zielgruppe
Führungskräfte verschiedener Ebenen und Bereiche, Führungsnachwuchskräfte, Mitglieder von Entscheidungsgremien und -ausschüssen, Projektleiter/-innen

Zielsetzung und Nutzen
  • Einübung grundlegender Methoden für rational fundierte Entscheidungen (auch unter Zeitdruck)
  • Kennenlernen wichtiger psychologischer Fallen und Fallstricke der Intuition
  • mehr Klarheit hinsichtlich der Frage: Wann entscheide ich besser alleine, wann beziehe ich andere Personen/Mitarbeiter ein?
  • Stärken und Schwächen des eigenen Entscheidungsverhaltens
Themenschwerpunkte
  • Berechnung von Entscheidungsmatrizen und Entscheidungsbäume
  • Formen und Sinnhaftigkeit der Mitarbeiterbeteiligung an Entscheidungen
  • Verzerrungsfaktoren bei Gruppenentscheidungen
  • Verfahrensfehler und psychologische Fallen
  • Entscheiden unter Zeitdruck
  • Entscheiden bei Unsicherheit und Risiko
  • Grundlagen der Szenario-Technik
  • Aspekte Entscheidungseffektivität und Entscheidungsqualität
  • Bedeutung von Rationalität und Intuition im Entscheidungsprozess
  • "Verkaufen" unliebsamer Entscheidungen (Standhaftigkeit trotz Frust der Mitarbeiter)
  • Reflexion des eigenen Entscheidungsverhaltens
  • auf Wunsch: Besprechung von Praxisfällen der Teilnehmer/-innen

Inhaltliche und wertebezogene Ausrichtung
  • Fokus Variante 1: sachbezogene Entscheidungen bei gegebenen Alternativen auf Grundlage von Berechnungsverfahren, Vertreten unliebsamer Entscheidungen
  • Fokus Variante 2: sachbezogenen Entscheidungen inkl. Problemlösetechniken und Generierung von Entscheidungsalternativen
  • Fokus Variante 3: biografische und persönlichkeitsbedingte Entscheidungsaspekte, Verfahren zu Selbstklärung bei inneren Entscheidungskonflikten
  • Kombinationsmöglichkeiten: Variante 1, 2, und 3 untereinander, Variante 1 bis 3 mit persönlichem Coaching zum individuellen Entscheidungsverhalten
  • Werteorientierung: Intuition hat als Bauchgefühl einen wichtigen Platz im Entscheidungsprozess, sollte aber aufgrund ihrer Anfälligkeit hinsichtlich Täuschungen und Beurteilungsfallen nicht überbewertet werden. Rationalität und Systematik erweisen sich letztendlich als sichere Garanten einer guten Entscheidung. Intuition kommt hauptsächlich dann zum Tragen, wenn ein Entscheider über extrem wenige oder extrem viele Hintergrundinformationen verfügt.
Methodik
  • vor Seminarbeginn: Vorbereitungsaufgabe, Fragebogen zum persönlichen Entscheidungsverhalten
  • Impulsreferate, zahlreiche praktische Übungen und Fallstudien
  • Seminarmappe, umfangreiches Übungsmaterial
  • Transfersicherung und schriftliche Seminarevaluation
Eckdaten
  • "Inhouse" - in den Räumen Ihres Unternehmens
  • Dauer: 2 Tage a 8 Zeitstunden pro Tag
  • Termine nach Vereinbarung
  • idealerweise bis maximal 10 Teilnehmer/-innen
  • Leitung: Dipl.-Psych. Holger Linzbach
  • Tageshonorar: ca. 1.000,- netto je nach Auftragsvolumen zzgl. Übernahme der Reisespesen
Praxiserprobung
  • Verwaltungsakademie Schleswig-Holstein - 5 Seminare (2-tägig): Verwaltungskräfte in leitender Funktion
  • Studieninstitut Rhein-Neckar, Mannheim - 3 Seminare (2-tägig): Verwaltungskräfte der Stadt in leitender Funktion
  • Verwaltungsakademie Niedersachen, Hannover - 1 Seminar (2-tägig): Verwaltungskräfte in leitender Funktion
  • Sparkassenakademien verschiedener Bundesländer - 5 Seminare (2-tägig): Fach- und Führungskräfte
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